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Gerbertaufe

Der Verein Eichenkranz e.V. lebt den Verbund zwischen Tradition, Fachkenntnis und einzigartiger Ausbildung.

Der Verein Eichenkranz e.V., der dabei schon immer eine große Rolle gespielt hat, festigt die internationale Verbundenheit zu dem Lederinstitut Gerberschule Reutlingen. Der Verein , der als Freundeskreis und Förderverein des Lederinstitutes Gerberschule Reutlingen e. V.in das Vereinsregister eingetragen ist, fördert vor allem die Studenten des Lehr- Prüf- und Forschungsinstitutes. Unterstützt wird er hauptsächlich durch seine ca.210 Mitglieder die international verstreut sind und in der Regel selber einmal Studenten waren. Neben der deutschen Lederindustrie und dem Leder- und Häutehandel, wird der Verein auch sehr stark von der chemischen Industrie unterstützt.

Die wesentlichen Ziele des Vereins sind, z.B. fachliche Förderung, sowie Exkursionen zu Ledermessen oder Betriebsbesichtigungen.

Finanzielle Unterstützung, Gemeinschaft und vielerlei Aktivitäten bietet der Verein seinen aktiven Studenten.

Zu den jährlichen Höhepunkten zählen vor allem die Gerbertaufe.

Getauft wird traditionell am Gerberbrunnen an der Nikolaikirche in Reutlingen Stadtmitte.

Die Täuflinge - Absolventen der Technikerlehrgänge des Lederinstitutes - werden traditionell mit einem Pferdefuhrwerk quer durch die Reutlinger Innenstadt zum Gerberbrunnen gefahren.

Die Gerbertaufe wird nach Verkündung des traditionellen Taufspruchs durch Waschung vom Studienstaub eingeleitet und mit einem Tauchgang im Gerberbrunnen besiegelt.

Die staatlich anerkannten Täufer bereiten die Täuflinge auf die harte Reise des Berufslebens vor.

Beispiel aus dem Jahr 2009 eines Plakates bzgl. Gerbertaufe:

Der Taufspruch:

(Aus dem Mittelalter, Verein Eichenkranz seit 1889)

Wir Jünger der Gerberkunst, von Gottes Gnaden, entbieten allen denen, die diese Schrift hören und lesen werden unseren Gruß zuvor und tun hiermit kund zu wissen, daß allhier zu Reutlingen nach altem Brauch und Usus die Taufe einer neuen Gerbergeneration vollzogen werden soll.

Ich sehe schon im voraus den Ekel, welchen viele Personen gegen die Kunst des Gerbens haben werden, ist doch eine Kunst der ersten Notwendigkeit und von allgemeiner Nützlichkeit. Diese wohllöbliche Kunst, insbesondere zu benennen wäre die Kunst des Lohgerbens, Sämischgerbens, Weißgerbens und die hohe Kunst der Zurichtung, habet ihr allenthalben in den vergangenen zwei Jahren gelernet.

Die Künste halten sich allerseits an die Wissenschaften, erwarten von diesen alles und können ohne diese nur schwankenden Schritte tun, es ist demnach nötig, beniehmte Künste unter die Augen der Gelehrten zu stellen, damit sie diese solche verbessert werden und von welchselbigen sie auch in den Akademien übereignet worden sind.

Kommet nun einzeln, nach Aufruf eures angeborenen Namens zu mir und empfanget die ehrwürdige Taufe. Möget ihr euer Wissen in allen deutschen Städten und fremden Ländern, so wohl überhaupt als insbesondere wie es sich denn auch geziemt zum Nutzen der Menschen verwenden. Möget ihr in Deutschland oder wo überall ihr auch hinkommet, dieses Handwerk ohne jedweden Fehl und Tadel ausüben.

Bildergalerie Gerbertaufe:

siehe auch: Gerberbrunnen


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lederbegriffe/gerbertaufe.txt · Zuletzt geändert: 2018/08/17 09:15 von admin