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Messung der Elastizität und des Standes fester Leder

Die Messungen von Wilson erfolgten in einer vergleichbaren Weise wie auch in der DIN 53512 über die Bestimmung der Stoßelastizität. Der Einfluss der Dicke - die in der Norm mit 6 mm festgelegt ist - wurde von Wilson untersucht und dabei auch der Mindestwert der Dicke des Probekörpers von 3 mm festgelegt. Mit dem Standprüfer nach Herfeld wurde die Steifheit eines Probekörpers von 20 mm x 150 mm nach Auflage an beiden Enden und einer bestimmten Belastung des Probekörpers in der Mitte festgestellt. In Arbeiten mehrfach eingesetzt worden ist der Steifheitsprüfer nach Naumann-Schopper, bis zu einem Biegewinkel von 110 Grad in dem die Probe scharf gebogen werden kann. Dabei wird auch auf eine eventuelle Brüchigkeit des Materials geprüft.

G. Toth und Mitarbeiter beschreiben die Bestimmung der Biegeelastizität von Leder in einem besonders für die Zugprüfmaschine konstruierten Zusatzgerät. Sie legen dabei fest, dass

  1. das Verhältnis zwischen Lederdicke und Spannweite immer konstant sein muss. Auf diese Weise erreicht man, dass die spezifische Deformation in den Außenschichten der Leder stets gleich ist.
  2. Die Durchbiegung soll soweit gehen, dass die Enden des Streifens miteinander einen Winkel von 90 Grad bilden. In diesem Fall erreicht die durchbiegende Kraft ihr Maximum.
  3. Die Belastung soll von der Fleischseite geschehen.
  4. Die eigentliche Messung ist erst dann durchzuführen, wenn mindestens 20 Durchbiegungen des Lederstreifens vorausgegangen sind.

Starke Bedeutung messen die Autoren der genannten Vorbiegung der Probekörper zu, da nur dadurch konstantere Werte erhalten werden können. Die Probekörper, die 4 bis 5 cm breit und 40mal länger als die Dicke des Leders sein sollen, werden aus dem Probestück entnommen und parallel zur Rückenlinie ausgestanzt. Es sind mindestens zehn Probekörper zu prüfen. Besonders beschrieben wird auch die Messung von nassen Ledern. Abhängig von Alter, Geschlecht und Tierrasse kann die Abweichung einer Einzelmessung vom Durchschnittswert bei trockenen Ledern bis ± 40 %, bei nassen Ledern bis ± 70 % bei gleichbleibender Lederherstellungsweise ausmachen.


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lederpruefung_lederbeurteilung/messung_der_elastizitaet_und_des_standes_fester_leder.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 12:00 (Externe Bearbeitung)