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Prüfung des Quellverhaltens von Leder bei Wassereinwirkung Wasserwarzen

Bei manchen Lederarten treten durch Nässeeinwirkung Quellungserscheinungen auf, die nachdem Auftrocknen nicht wieder vollständig verschwinden, sondern sich in kleineren oder größeren Quellflecken (Wasserwarzen) oder angequollenen Rändern (Quellstreifen) äußern. Vorwiegend sind vollnarbige Leder mit vegetabilisch-synthetischer Gerbung oder Chromleder mit stärkerer Nachgerbung davon betroffen, die während der Zurichtarbeiten glanzgestoßen oder mit stärkerem Druck gebügelt oder gepresst worden sind. Das zusammengedrückte Lederfasergefüge quillt in der Nässe an, lockert sich und zieht sich beim Trocknen nicht wieder zusammen, so dass sich die aufgequollenen Stellen von den angrenzenden, nicht durchfeuchteten und damit nicht gequollenen Bereichen abheben.

Für die Prüfung des Quellverhaltens des Leders werden Lederprobekörper der Größe 2 cm x 10 cm so aufgehängt, dass sie etwa 5 mm tief in Wasser (oder Graßmann-Schweißlösung pH 9) eintauchen. Das Wasser lässt man 15 min lang (bei Ledern mit geringer Wasseraufnahme entsprechend länger) in das Leder einziehen und 15 bis 50 mm im Probekörper aufsteigen. Der Lederstreifen wird danach senkrecht hängend bei Raumtemperatur getrocknet. Dann wird festgestellt, ob eine Quellzone bzw. ein Quellrand sichtbar zurückbleibt. Durch Dickenmessung kann der Quellungsrand gemessen werden. Deutlich erkennbare Quellungen sind meistens mehr als 0,2 mm dicker als die nicht gequollenen, angrenzenden Lederbereiche.


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lederpruefung_lederbeurteilung/pruefung_des_quellverhaltens_von_leder_bei_wassereinwirkung_wasserwarzen.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 12:00 (Externe Bearbeitung)