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Rinderrassen

Rinder haben die größte Bedeutung innerhalb der Tierproduktion Deutschlands. Hauptsächlich werden Milch- und Zweinutzungsrassen gehalten. Zunehmend spielen auch Fleischrinder und so genannte Robustrassen eine Rolle. Grundlage einer erfolgreichen Rinderzucht sind umfangreiche Leistungsprüfungen. Etwa 70 % aller Milchkühe sind MLP-Kühe (milchleistungsgeprüfte Kühe). Die Milchleistungsprüfung wird 11mal im Jahr bei allen Tieren eines Bestandes durchgeführt. Die erfassten Merkmale sind Milchmenge, Milchinhaltsstoffe und Milchqualität. Im Rahmen der Fleischleistungsprüfung ermittelt man die Mastleistung und den Schlachtkörperwert (z. B. Schlachtausbeute, Rückenmuskelfläche, Fleisch-, Fett- und Knochenanteil). In der Bundesrepublik Deutschland sind zahlreiche Rinderrassen vorhanden. Im folgenden sollen nur die wichtigsten genannt und kurz beschrieben werden.

Höhenfleckvieh: (Simmentaler)

Diese Rinderrasse ist hauptsächlich in Süddeutschland verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht in der nördlichen Grenze bis etwa Köln/Kassel. Die Farbe ist gelbbraun bis rotbraun mit weiß gescheckt. Es ist ein ausgesprochenes Fleischvieh. Die Haut ist sehr gut gestellt, kräftig und mittelgroß. (Süddeutsches Gefälle)

Gelbes Höhenvieh:

Diese Rasse steht hauptsächlich im mitteldeutschen Raum. Die Farbe ist gelbbraun mit weiß gescheckt. Es ist ebenfalls ein ausgesprochenes Fleischvieh. Die Haut ist gut gestellt, kräftig und mittelgroß. (Süddeutsches Gefälle)

Rotes Höhenvieh:

Diese Rasse steht ebenfalls im mittdeldeutschen Raum. Die Farbe ist rein rotbraun. Es ist ein ausgesprochenes Fleischvieh. Die Haut ist gut gestellt, kräftig und mittelgroß. (Süddeutsches Gefälle)

Norddeutsches schwarz-buntes Niederungsvieh:

(wird auch Friese oder Holländer genannt) Diese Rinderrasse steht hauptsächlich in Norddeutschland mit einer Ausdehnung nach Süden bis etwa Köln / Kassel, ist aber auch im übrigen Teil des Bundesrepublik in verschiedenen mehr oder weniger großen Zuchten anzutreffen. Die Farbe ist schwarz-weiß-gescheckt. Es gilt als das beste Milchvieh der Welt und findet in der Welt immer mehr Verbreitung, dort werden einheimische Milchviehrassen dadurch verdrängt. Die Haut ist schlecht gestellt, flach, mittelgroß bis groß, in Abhängigkeit von der Zucht. (Norddeutsches Gefälle)

Rotbuntes Niederungsvieh:

Diese Rinderrasse steht in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein. Die Farbe ist rotweiß-gescheckt. Es ist ein ausgesprochenes Milchvieh. Die Haut ist ebenfalls schlecht gestellt, flach und mittelgroß. (Norddeutsches Gefälle)

Das Allgäuer-Braunvieh:

(oder auch Grau-Braunes-Gebirgsvieh genannt) Diese Rinderrasse steht von den französischen Alpen über die ganzen süddeutschen Alpen - so auch im Allgäu, daher der Name Allgäuer bei uns - bis nach Österreich hinein. Die Farbe dieser Tiere ist grau-braun. Das Allgäuer-Braunvieh ist sowohl ein Fleischvieh als auch ein Milchvieh. Je nach gewünschter Zuchtrichtung ist die Haut gut gestellt bzw. etwas schlecht gestellt, jedoch immer kräftig und im Hals stark faltig; die Haut ist mittelgroß. (Süddeutsches Gefälle)


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rohhaut_rohware/rinderrassen.txt · Zuletzt geändert: 2012/03/04 11:59 (Externe Bearbeitung)