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veroeffentlichungen:untersuchungen_zur_verbesserung_der_anfaerbbarkeit_von_stippen_bei_anilinmoebelledern_aus_dem_jahre_1995

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veroeffentlichungen:untersuchungen_zur_verbesserung_der_anfaerbbarkeit_von_stippen_bei_anilinmoebelledern_aus_dem_jahre_1995 [2019/05/02 18:43]
admin
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 Untersuchungen zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Stippen bei Anilinmöbelledern Untersuchungen zur Verbesserung der Anfärbbarkeit von Stippen bei Anilinmöbelledern
  
-Nur ein geringer Anteil von Großviehhäuten ist frei von gravierenden Narbenschäden und daher für die Herstellung von Anilinledern geeignet. Seit einigen Jahren wird vermehrt der sog. //​**Stippenschaden**//​ beobachtet, dessen z.T. nur Stecknadel köpf große Veränderungen der Narbenstruktur häufig erst nach der Anilinfärbung als helle Stellen in Erscheinung treten.+Nur ein geringer Anteil von Großviehhäuten ist frei von gravierenden Narbenschäden und daher für die Herstellung von Anilinledern geeignet. Seit einigen Jahren wird vermehrt der sog. //​**Stippenschaden**//​ beobachtet, dessen z.T. nur Stecknadelkopf ​große Veränderungen der Narbenstruktur häufig erst nach der Anilinfärbung als helle Stellen in Erscheinung treten.
  
-Das Ziel der vorgestellten Arbeit war daher die Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Stippeneinfärbung,​ ausgehend von Wet-blue. In diesem Sinn wurden Variationen innerhalb der Nasszurichtungsprozesse,​ insbesondere bezüglich der Nachgerbung,​ dem Einsatz verschiedener Hilfsmittel,​ der Farbstoffauswahl und der Anwendung der Fasspigmentierung untersucht. In diese Untersuchungen wurden auch die möglichen Einflüsse der Lagerdauer des Hautmaterials im Wet-blue- und Crustleder-Stadium sowie des Chromgerbungstyps mit einbezogen.+Das Ziel der vorgestellten Arbeit war daher die Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung der Stippeneinfärbung,​ ausgehend von wet-blue. In diesem Sinn wurden Variationen innerhalb der Nasszurichtungsprozesse,​ insbesondere bezüglich der Nachgerbung,​ dem Einsatz verschiedener Hilfsmittel,​ der Farbstoffauswahl und der Anwendung der Fasspigmentierung untersucht. In diese Untersuchungen wurden auch die möglichen Einflüsse der Lagerdauer des Hautmaterials im Wet-blue- und Crustleder-Stadium sowie des Chromgerbungstyps mit einbezogen.
  
 Die Untersuchungen,​ die alle an halben Häuten erfolgten, deren jeweilige Gegenhälften einem Standard-Arbeitsprozess unterzogen wurden, zeigten, dass vor allem durch den Einsatz von Pigmenten in der Fassfärbung eine verbesserte Stippeneinfärbung erreicht werden kann. Daneben erwiesen sich die Anwendung eines Polymergerbstoffes nach erfolgter Chromsyntan-Nachgerbung und die Broschur mit einem kationischen Hilfs- bzw. Fettungsmittel als hilfreich. Von großer Bedeutung für das Gesamtergebnis der Färbung sind jedoch auch die Farbstoffauswahl sowie die Lagerdauer der Halbfabrikate. Die Untersuchungen,​ die alle an halben Häuten erfolgten, deren jeweilige Gegenhälften einem Standard-Arbeitsprozess unterzogen wurden, zeigten, dass vor allem durch den Einsatz von Pigmenten in der Fassfärbung eine verbesserte Stippeneinfärbung erreicht werden kann. Daneben erwiesen sich die Anwendung eines Polymergerbstoffes nach erfolgter Chromsyntan-Nachgerbung und die Broschur mit einem kationischen Hilfs- bzw. Fettungsmittel als hilfreich. Von großer Bedeutung für das Gesamtergebnis der Färbung sind jedoch auch die Farbstoffauswahl sowie die Lagerdauer der Halbfabrikate.
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